In diesem Jahr war alles anders

Im Mai 2006 gründeten wir unsere Gesellschaft, um das Schützenwesen mit seinen Traditionen und Brauchtümern in Quettingen aufrecht zu erhalten. Dabei wurden uns viele Stolpersteine in den Weg gelegt, die wir gekonnt gemeistert haben. Über die Jahre sind wir so zu einer großen starken Familie mit vielen Mitgliedern, Freunden und Förderern herangewachsen. 

Doch im Vergleich zu unseren anfänglichen Herausforderungen ist dagegen das Coronavirus ein Stolperberg. Mit viel Mühe und Eifer haben wir uns im Jahr 2020 der bislang größten Herausforderungen unserer Vereinsgeschichte gestellt.

Im Januar überschritt das Coronavirus die Deutsche Grenze. Doch für viele von uns war das Virus noch in zu weiter Ferne als das wir uns darüber allzu große Gedanken gemacht hätten. Doch kurz nach Karneval zeigte sich das Ausmaß des Virus immer mehr. Schlag auf Schlag folgten immer wieder Einschränkungen zum Schutz von uns und unseren Liebsten. Die Coronaschutzverordnung machte uns viele male einen Strich durch unsere gut geplanten Veranstaltungen, aber mit viel Geschick und Kreativität haben wir es geschafft, auch in diesen schweren Zeiten unsere Traditionen in gewisser Form aufrechterhalten.

So lasst uns noch einmal einen Blick auf das turbulente Jahr 2020 mit vielen Erlebnissen trotz der Einschränkungen zurückwerfen:

Kurzer Jahresrückblick

Im Februar, als die Welt für uns noch in Ordnung und das Coronavirus noch in weiter Ferne zu sein schien, tauften wir unseren Karnevalswagen auf dem Hof von Familie Engels. Am Rosenmontag rollte unser Wagen wetterbedingt in einem der größten Karnevalszüge der Leverkusener Geschichte durch die Alt- und Neustadt von Opladen.

Im März fand unsere Jahreshauptversammlung statt. Hier planten wir noch guter Dinge unsere Veranstaltungen für das Jahr 2020 und nahmen unsere neuen Mitglieder Nici und Matthias Maus sowie Björn Kreie aus Lützenkirchen auf. Unsere neuen Jungschützen Kerstin Nowack und Niclas Sittart begrüßten wir ebenso freudig in unseren Reihen.

Im April und Mai folgte lange Zeit des Wartens und des Abstand haltens. Unser Gründungsfest am 1. Mai mussten wir in diesem Jahr leider ersatzlos ausfallen lassen. Erst Pfingstsamstag lockerte die Regierung ihre Maßnahmen und wir konnten ein alternatives Pfingsteiersingen ohne Singen ausüben. Mit Mund-Nasen-Maske und ausreichend Abstand besuchten unsere Majestäten sowie unser geschäftsführender Vorstand unsere fördernden Mitglieder und überreichte ihnen selbst gemachten Eierlikör.

In den Monaten Juni, Juli und September fanden unsere Stammtische in abgespeckter Form mit begrenzter Personenzahl im Freien statt.

Bereits vor August sagten wir unser Schützenfest ab. Unsere Majestäten Königin Alicia Podtschaske und Jungprinzessin Kerstin Nowack bleiben für ein weiteres Jahr im Amt. Dafür feierten wir ein internes Sommerfest als Ersatzschützenfest mit unseren aktiven Mitgliedern und begrenzter Personenzahl im Freien und schossen eine Coronamajestät aus. Ende August konnten wir auch endlich unseren Ersatz-Ersatz-Ladiesday im Garten der Geschäftsstelle bei einem italienischen Nachmittag nachholen.

Im September machten wir unsere monatelang geplante Vereinsfahrt an den Walchsee in Tirol. Die Ablenkung tat den Reisenden sichtlich gut. Nur kurz nach ihrer Heimreise wurden die Grenzen geschlossen.

Im Oktober sollte unser Scheunenfest stattfinden, aber auch das mussten wir zum Wohle aller leider absagen.

Im Dezember lag unsere Hoffnung auf unserem Adventskaffee und dem Opladener Weihnachtsmarkt. Doch die steigenden Coronazahlen in der kalten Jahreszeit machten es uns unmöglich ein Fest in einem vollen Pfarrsaal zu feiern. Auch der Weihnachtsmarkt mit viel Gedränge durfte nicht stattfinden. Unser internes Jahresabschlussschießen mussten wir ebenfalls ausfallen lassen.

Bilder sagen mehr als Worte
Den obligatorische Jahresrückblick, der jährlich auf unserem Gründungsfest gezeigt wird, wurde in diesem Jahr als Heft gedruckt.
Mit Bilder von Mai 2019 bis September 2020 möchten wir euch nicht vorenthalten, was hoffentlich bald wieder möglich ist.
Exemplare gibt es in unserer Geschäftsstelle

Wir bedanken uns bei allen Mitgliedern, Freunden und Förderern, die in dieser schwere Zeit hinter uns stehen und unterstützt haben. Besonders freuen wir uns über die sieben neuen Aktiv-Mitgliedsanträge von: Dagmar Nassenstein, Erich Vahsen, Peter Gollan, Dieter Misere, Anja Korioth, Rosita und Heinz-Gerd Hartges. Sie werden auf der nächsten Jahreshauptversammlung offiziell in unsere Gesellschaft aufgenommen und den Grünen Rock tragen.

Wir hoffen und freuen uns auf ein entspannteres Jahr 2021 und wünschen uns allen einen guten Rutsch. Bitte bleibt gesund, damit wir uns bald wiedersehen können.